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Weihnachten für Einsame

Weihnachten für Einsame

Heuer war beim Gehörlosenverband Tirol (Irmgard Hammer) die Idee, auch ein Weihnachtsfest für einsame Gehörlose zu machen. Man fragte bei mir an, ob ich das organisieren könnte. Ich fragte mich: "Wie kann ich das machen? Wer kann mir am 24. Dezember helfen?" Ich fragte auch bei mehreren Stellen: "Gibt es so etwas in Innsbruck schon?" Ich erfuhr: Die Caritas organisierte früher so ein Fest (nur) für Obdachlose. Heuer (2019) organsiert die Caritas das erste mal allgemein ein Weihnachtsfest für einsame Menschen. Sie nannten dieses Fest: "Weihnachten Miteinand!" (Mann kann auch sagen: Weihnachten nicht einsam - sondern gemeinsam!). Dieses Fest fand im Haus Marillac statt.
Ich dachte: Das ist gut. Hier gibt es eine gute Organisation. Die Caritas hat auch gute Verbindungen (Sponsoren). Mit guter Unterstützung gab es gratis Essen und gratis Geschenke. Einige Caritas-Mitarbeiter waren bereit, auch an diesem Tag zu arbeiten und mitzuhelfen. Und eine Musikgruppe war bereit, zu kommen und gratis zu spielen. Und bei meiner Anfrage wurde mir gesagt: Die Gehörlosen sind natürlich (auch) herzlich willkommen.
Es gab zuerst einen Sektempfang. Und eine Jause stand auch schon da. Dann wurde der Ablauf vom Fest erklärt. Zuerst gab es eine kurze Andacht zum Thema "Weihnachten und die Geburt von Jesus". Ich habe für die Gehörlosen gedolmetscht. Dann gab es für die Hörenden weihnachtliche Musik. Beim Lied "Stille Nacht" konnten wir Gehörlose auch gemeinsam gebärden. Dann gab es eine warme Suppe, heißen Punsch und Kekse. Und wir konnten uns untereinander gut unterhalten. Es brauchte sich niemand einsam zu fühlen.
Etwas spät kamen dann noch der Bischof Hermann und der Caritas-Direktor Schärmer. Es war geplant, dass sie früher kommen. Aber die beiden waren vorher im Hospiz in Hall. Sie sind dort länger geblieben, als es geplant war. Wir waren aber trotzdem froh, dass sie (Bischof und Caritas-Direktor) zumindest am Schluss noch gekommen sind.
Auch der Gehörlosenverband (Monika Mück-Egg und Irmgard Hammer) sind gekommen. Für nächstes Jahr müssen wir uns überlegen, ob wir für die (einsamen) Gehörlosen einen Taxidienst (z. B.: Mobiler Hilfsdienst) organisieren könnten.
 
Bericht: Manfred Pittracher

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